Träume und Ratten

Iffezheim, 22.08.2020



Die Nacht hüllt scharfe Schatten
 in dunkle Müdigkeit. 
 Im Dunklen sitzen Träume und Ratten, 
 der Tod kommt zu seiner Zeit. 

Am Himmel stehen Sterne, 
 ich blicke still hinauf. 
 Während ich zu leben lerne, 
 nimmt das Leben seinen Lauf. 

Es weht ein sanfter, kühler Wind,
 Gefühle wie Honig, golden und zäh. 
 Es ist wie es ist, wir sind, wie wir sind,
 Nichts ist immer gut, nichts tut immer weh. 

Meinen Geist lass ich träge treiben,
 zwischen Wirklichkeit und Traum. 
 Ich stell mir vor, für immer zu bleiben. 
 Für immer im grenzenlosen Raum.

Mit engen Grenzen ist es nicht leicht,
 in diesem komplexen Spiel.
 Denn weil kein Mensch dem andern gleicht,
 hat jeder ein anderes ein Ziel.


Grenzen sind es, die uns trennen,
 uns spalten und polarisieren.
 Doch wir können die Grenzen erkennen
 und Freiheit manifestieren.

Wir haben Geist und Körper und Herz,
 wir haben Glauben, wir haben Kraft. 
 Wir wachsen immer mit grossem Schmerz, 
 weil er uns lebendig macht.

Es ist, wie es ist, wir sind, wie wir sind,
 wir können, wir dürfen, wir sollen. 
 Was uns reifen lässt vom Kind,
 ist, was wir wirklich wollen.